PCV — Druckkontrollierte Beatmung
Die Beatmung wird vollständig vom Gerät gesteuert. Ein eingestellter Inspirationsdruck wird in jedem Zyklus für die eingestellte Zeit konstant gehalten; das abgegebene Atemzugvolumen folgt der Compliance und dem Widerstand des Patienten.
Kurvenformen
Physiologische Grundlage
Bei PCV erreicht das Gerät schnell den eingestellten Inspirationsdruck und hält ihn während der Inspirationszeit konstant. Diese „rechteckige“ Druckkurve ermöglicht einen hohen Anfangsfluss zur frühen Alveolaröffnung, woraufhin der Fluss exponentiell abfällt (abfallendes Flussmuster).
Dieses abfallende Profil ist einer der wichtigsten pneumatischen Vorteile von PCV gegenüber VCV: das Gas verteilt sich homogener zwischen den Lungenregionen, und Kompartimente mit unterschiedlichen Zeitkonstanten können innerhalb der Inspirationszeit den Druck erreichen, was das Ventilations-Perfusions-Verhältnis verbessert.
Da der Druck die geregelte Größe ist, variiert das Atemzugvolumen: Vt = ΔP × Crs (ΔP = IPAP − PEEP). Wenn die Compliance sinkt oder die Resistance steigt, wird bei gleichem Druck weniger Volumen abgegeben — daher ist eine kontinuierliche Überwachung von Atemzugvolumen und Minutenventilation zwingend erforderlich.
Einstellbare Parameter 7
Ziel-Inspirationsdruck. Bestimmt indirekt die Höhe des Atemzugvolumens.
Endexspiratorischer Druck; beeinflusst Alveolarkollaps und Oxygenierung.
Überwachungsreferenz; das tatsächlich abgegebene Volumen variiert mit der Compliance.
Beeinflusst die Minutenventilation und die CO₂-Auswaschung.
Bestimmt das I:E-Verhältnis; eine längere Inspiration erhöht den mittleren Atemwegsdruck.
Geschwindigkeit des Druckanstiegs; beeinflusst den Patientenkomfort und die inspiratorische Synchronisation.
1,5× IPAP alle 20 Atemzüge; ein periodischer tiefer Atemzug, der Atelektasen vorbeugt.